Was ist BARF?

Die Abkürzung BARF steht für Biologisch Artgerechtes Rohes Futter.

Es ist nachgewiesen, dass der Wolf der Vorfahre unserer Haushunde ist. Sie sind daher biologisch gesehen der Art Wolf (Canis lupus) zuzuordnen. Wölfe sind Raubtiere (Carnivora); in der Wildnis ernähren sie sich von Beutetieren, die sie nahezu vollständig fressen. Sie nehmen aber auch pflanzliche Nahrung in Form von Gräsern, Kräutern und Beeren auf. Karnivoren sind Fleischfresser und darunter versteht man unter anderem Tiere, die sich hauptsächlich oder ausschließlich von tierischem Gewebe ernähren.

Die logische Schlussfolgerung daraus ist, dass sich eine artgerechte Ernährung unserer Haushunde an der Ernährung von Wölfen orientiert.

Neben Hunden sind auch Katzen Fleischfresser, was bedeutet, dass der überwiegende Anteil der Nahrung aus tierischen Quellen stammen muss. Bei Hunden liegt dieser bei ca. 70-80 %, Katzen hingegen können pflanzliche Bestandteile kaum verdauen und benötigen daher sogar ca. 95-98 % aus tierischen Komponenten.

Bei BARF geht es darum, sich bei der Fütterung des Hundes oder der Katze an der Zusammensetzung eines Beutetieres zu orientieren. Man spricht bei BARF daher auch gerne vom “Beutetierkonzept“. Das nachfolgend aufgeführte Diagramm soll veranschaulichen, aus welchen Komponenten ein Beutetier besteht:

 

 

BARF ist demnach mehr, als nur “Pi mal Daumen“ Fleisch und Gemüse in den Napf zu werfen. Es gilt ein paar Regeln zu befolgen, welche aber kein Hexenwerk sind.

Ein Beutetier wird bei BARF für ein gesundes Tier wie folgt nachgebildet:

·         Muskelfleisch - durchwachsen -

·         Gemischte Innereien (Leber, Niere, Milz, Herz, Lunge)

·         Pansen und/oder Blättermagen

·         Rohe, fleischige Knochen

·         Obst und Gemüse

 

Eine rohe Ernährungsform, die keinem Konzept folgt, kann also nicht als BARF bezeichnet werden. Wer zum Beispiel komplett auf pflanzliche Komponenten verzichtet oder viel zu viel davon füttert, Innereien weg lässt oder keine korrekten Knochenanteile füttert, barft nicht. Hierbei spricht man dann besser einfach nur von Rohfütterung.

Auf den Punkt gebracht bedeutet das: Nicht alles was roh ist, ist automatisch auch BARF!

Als weitere Begrifflichkeit gibt es die Frischfütterung. Tierhalter, welche die Ration ihrer Lieblinge mit frischen Zutaten zusammenstellen, füttern frisch. Zu dieser Kategorie zählt z. B. auch selbstgekochtes Futter. Auch hier kann also nicht die Rede von BARF sein, denn nicht alles was frisch ist, ist auch roh.

 

 

Nach diesem kleinen Ausflug zurück zu BARF:

Wer nach dem BARF-Konzept füttert, braucht für eine ausgewogene Ernährung nicht Unmengen an Nahrungsergänzungsmitteln zu geben.
Nicht immer trifft das Motto “viel muss auch viel helfen“ zu. Weniger ist manchmal mehr! Eine Überversorgung ist ebenso wenig zu gebrauchen, wie eine Unterversorgung.

 

 

Bei einem gesunden Tier wird die Ration durch die Zugabe einiger weniger Zusätze wie z. B. Omega-3-Fettsäure-lastigem Öl, Eigelb und Algen abgerundet.